Jeder kann ein Schiff steuern bei ruhiger See. Deutsches Sprichwort
Es gibt Projekte, die werden nach allen Regeln der Kunst im Sinne strukturierter, zielführender und aufgabenorientierter Projektarbeit durchgeführt und kommen dennoch an einen Punkt, wo sie zu scheitern drohen. Spätestens ab dem Zeitpunkt, wo sich diese Tatsache verklart, ist es an der Zeit, eine klare Analyse vorzunehmen und zu prüfen, ob man das Ruder noch herumreißen kann oder ob es nicht nur wirtschaftlich, sondern auch von sozialer Seite sinnvoller ist, ein Projekt vorzeitig zu beenden.
Mit der Analyse einer Problemstellung ist es ein wenig wie mit der SWOT-Analyse: Die einen sehen überall Risiken, die anderen blenden diese komplett aus. Je nach Krisenzustand eines Projekts leugnen die einen, dass dieser überhaupt existiert („das geht schon noch"), und die anderen sind nahe am Nervenzusammenbruch und machen sich längst Vorwürfe. Häufig liegt einer Sackgasse auch ein ungelöster Zielkonflikt zwischen Team, Klientinnen und Klienten oder Kostenträgern zugrunde. Es gibt keine schwierigere Situation für Projektleitende, und dennoch ist es eine, an der man persönlich und als Team wachsen kann.
Folgende Schritte sind bei der Analyse der Problemstellung hilfreich (in Anlehnung an Winkelhofer 2005):
Dieses Vorgehen ist die ausführliche Version des PDCA-Zyklus, den man sich bei einer Problemstellung ebenso heranziehen kann.
Weitere Impulse findest du in der Übersicht von PM Wissen oder ausführlich im Buch zum Seminar.