KI-Praxis

Datenschutz und Verantwortung

Bevor ein Tool „hilfreich“ ist, muss es im Trägeralltag vertretbar sein.

Soziale Organisationen arbeiten mit besonders schützenswerten Informationen. Genau deshalb reicht es nicht, ein allgemein beliebtes Modell zu öffnen und „mal schnell“ einen Fall zusammenzufassen.

Was nicht in die Eingabe gehört

Brauchbar sind dagegen anonymisierte, verdichtete Arbeitsaufträge: „Entwirf eine Gliederung für einen Konzeptbericht über ein Gruppenangebot für Jugendliche, ohne Personenbezug.“

Verantwortung bleibt bei Menschen

Ein System kann formulieren. Es kann nicht verantworten. Fachkraft oder Leitung prüft Ton, Richtigkeit, Vollständigkeit und die Frage, ob der Text in genau diesem Kontext veröffentlicht oder abgelegt werden darf.

Das gilt auch dann, wenn ein Ergebnis sprachlich glatt wirkt. Glätte ist kein Qualitätsbeweis.

Was Organisationen klären sollten

  1. Welche Werkzeuge sind freigegeben, welche ausdrücklich nicht?
  2. Welche Aufgaben dürfen vorbereitet werden, welche nicht?
  3. Wer liest Ergebnisse gegen, bevor sie in Akte, Antrag oder Öffentlichkeit gehen?

Ohne diese drei Punkte entsteht Schattennutzung: Jede Person bastelt allein, das Risiko trägt die Organisation.

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